Zum Hauptinhalt springen
Förderung

KULTURZENTRUM franz.K

Sprungmarke - bitte nicht löschen

Kulturzentrum franz.K in Zahlen

  • In den Räumen des Kulturzentrum franz.K finden ca. 300 Veranstaltungen im Jahr statt
  • Etwa 48.000 Besucher:innen aus der ganzen Region kommen jährlich zu Konzerten Parties, Kabarett u.v.m
  • Davon sind 40 % der Besucher:innen aus Reutlingen, 23 % aus dem Umkreis bis 20 km und 37 % aus dem Umkreis über 20 km vom franz.K entfernt
  • Im franz.K arbeiten momentan 16 hauptamtliche Mitarbeiter:innen auf 12 vollen Stellen, zwei Auszubildende, ein Bufdi, gut ein Dutzend Jobber:innen in verschiedenen Abteilungen, Putzpersonal, technische Freelancer:innen und Plakatierer
  • Etwa 100 Personen arbeiten aktiv und regelmäßig ehrenamtlich mit
  • Der Kulturträger:innenverein hat Stand Dezember 2025 660 Mitglieder
  • Das franz.K nutzt zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien
  • Das franz.K hat schon einige Preise gewonnen: 2015 den Hauptpreis des APPLAUS-Award für das Livemusikprogramm, 2021 den ersten Ulrich-Lukaszewitz-Kulturpreis für den echaz.Hafen, 2025 den ersten POPLÄND-Award Baden-Württemberg in der Kategorie Livespielstätte sowie den APPLAUS-Award für das Livemusikprogramm und 2026 den Inklusionspreis des Landkreises Reutlingen.
  • Das franz.K ist seit seiner Gründung im Jahr 2008 von der IHK anerkannter Ausbildungsbetrieb, 2019 bekam es den Baden-Baden Award für ausgezeichnete Ausbildung im Bereich der Veranstaltungstechnik  
Sprungmarke - bitte nicht löschen

Programm

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf der interkulturellen Arbeit. Dafür stehen mehrere Formate, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen: Es gibt eine interkulturelle Jamsession namens Easy Sunday. Ein dreitägiges Open Air - Festival namens inter:Komm!, bei dem einerseits Weltmusikbands spielen, aber auch migrantische Vereine der Stadt Reutlingen gastronomische und kulturelle Beiträge beisteuern.

Die jährlich etwa 120 Musikveranstaltungen werden in der Form mehrerer Reihen gegliedert: Songs & Poesija präsentiert IndieFolk, IndiePop und Singer/Songwriter, Indi(e)stinction präsentiert experimentelle Formen von Rock & co. abseits des Mainstreams, die Reihen noche globalista, nuite globaliste oder global(east)-a zeigen Weltmusik-Bands, die Folkelemente u.a. aus dem spanisch- und französischsprachigem Bereich sowie aus Osteuropa mit z.B. Rock, Ska, Reggae, Punk und HipHop mischen.

2021 markierte eine neue Ära im franz.K: Mit Hilfe von Corona-Fonds, Direktkrediten und jeder Menge Eigeninitiative konnten die Open Air-Spielstätte echaz.Hafen für bis zu 2500 Gäste direkt hinter dem franz.K realisiert werden. Der echaz.Hafen ist ein kreatives Ensemble aus 26 alten Seecontainern, die in eine Show-Bühne mit einem Zimmermannsdach, eine Schallwand und Gastroeinrichtungen verwandelt wurden.
Hier haben unsere Festivals, die Biergärten und viele andere (Groß-)Produktionen eine Heimat gefunden: Allen voran das HafenSounds Festival, das Ende Juli/Anfang August bekannte Künstler:innen und Bands aus dem In- und Ausland nach Reutlingen lockt. Das OpenFire Festival ist das Jugendfestival in Kooperation mit u.a. JugenART und JGR, das aus der Asche des KuRt-Festivals hervorgegangen ist und seit 2024 ein dezidiert jugendliches Publikum anspricht – mit zunehmendem Erfolg. Das inter:Komm! OpenAir bietet an zwei Tagen eine Mischung der Stile mit Elementen aus u.a. Folk, Rock, Ska, Jazz und Elektro gefolgt vom bunten Sonntag mit Familienprogramm.

Seit 2016 existiert das Indi(e)stinction Festival. Mit dem Wortspiel Indi(e)stinction sind Bands gemeint, die einerseits „Indie“ (kurz v. independent), also unabhängig von den großen Labels und bzw. unabhängig vom Massengeschmack agieren und die andererseits trotzdem nicht so einfach unterschieden, sprich eingeordnet werden können, also „indistinctive“ sind.

Seit 2018 bringt das Takt Bizarre Festival in Kooperation mit dem Dark Visions Team bekannte Namen aus dem Dark Music und Goth-Spektrum auf die Bühne. Das Sonic Visions Festival inszeniert mit Gastkünstler:innen seit 2020 audio-visuell ausgerichteten Performances.

Neben den Musikreihen gibt es im franz.K auch einiges an Kabarett, Comedy, Kleinkunst, Theater, Artistik oder Politikprogramm. Seit 2013 existiert die Festivalreihe Kleinkunstherbst, in deren Rahmen Kabarettist:innen, Kleinkünstler:innen, Comedians, Liedermacher:innen, Humorist:innen und Komödiant:innen unterschiedlichster Bekanntheit auftreten.

Seit 2025 ist das franz. K als Projektpartner des Kultur vom Rande Festivals verantwortlicher Mitveranstalter – gemeinsam mit dem Theater Die Tonne und dem Kunstmuseum. Das Festival zeigt alle drei Jahre über eine Woche überall in der Stadt integrative Kultur, also künstlerische Produktionen von und mit Menschen mit Behinderung. Das Festival ist in seiner Form einzigartig in Deutschland.

Des Weiteren entwickelt das franz.K auch gezielt die regionale Szene mit. Es gibt deshalb feste Programmreihen/Konzertslots für lokale Bands und Musiker:innen. Das Represent ist ein 2-tägiges Bandfestival, organisiert mit dem Popbüro Neckar-Alb, welches lokalen Bands die große Bühne bietet. Einmal im Jahr heißt es Into the Groove, wenn die Bands der Reutlinger Musikschule auftreten. Dazu kommen seit Poesie & Pommes Poetry Slams & SongSlams, der Easy Sunday, die monatliche interkulturelle JamSession mit Reutlinger Musiker:innen aus allen Teilen der Welt mit großem Jahresfest sowie viele weitere Veranstaltungen mit lokalen Akteur:innen.

Mit der Party Kollektiv:Tanzbar wurde 2016 eine Veranstaltungsreihe mit elektronischer Tanzmusik von lokalen DJs in Kooperation mit Veranstalter:innenkollektiven gestartet. Bei 4-5 Partys im Jahr gibt es auch immer wieder (Live)-Specials, Themennächte und überregionale Acts treten auf. Bei der Party franz tanz!t, der Party für alle, die ihre Jugend schon verschwendet haben, wird 4-5 Mal im Jahr in vertrauter Atmosphäre vor allem Alternative & Indie gespielt. Die Dark Visions Gothik-Party hat seit 2022 einen festen Platz im franz.K-Programm gefunden.

 

Sprungmarke - bitte nicht löschen

Geschichte

Die erste Initiative, ein soziokulturelles Zentrum in Reutlingen zu schaffen, datiert aus dem Jahr 1983 und mündete in die Gründung des Café Nepomuk als „kleine Lösung“. Ein Kulturzentrum mit Bezuschussung aus öffentlichen Geldern konnte damals nicht durchgesetzt werden. Das Nepomuk startete in einer kleinen Eck-Kneipe mit einem achtköpfigen Gründerkollektiv, das Leben und Arbeiten in Selbstverwaltung verwirklichen und Café, Kultur und Politik auch ohne geeignete Räume und Bezuschussung verbinden wollte.

Das Café Nepomuk konnte sich 1993 deutlich vergrößern durch den Umzug ins Restaurant innerhalb des ehemaligen Foyer Cinema der französischen Garnison – dem Gebäude, das nach dem Umbau jetzt „franz.K“ ist.

Von der Kulturcrew des Nepomuk ging schließlich der Gründungsimpuls für das neue Zentrum aus. Parallel zum kulturellen Auf- und Ausbau in den Café-Räumen nutzten u. a. freie Theatergruppen sowie der Jazzclub und die Kleinkunstbühne den ehemaligen Kinosaal im Gebäude. Diese ursprünglich sieben, später sechs freie Gruppen (der Nepomuk Kulturverein, die Kleinkunstbühne Reutlingen, der Jazzclub In der Mitte und die freien Theater Sturmvogel, figuren theater tübingen und Varietétheater Weltenhopser) arbeiteten ab 2002 gemeinsam an der Umsetzung der Pläne für ein innovatives und vielfältiges Kulturzentrum im Gebäude „Unter den Linden 23“.

Nach dem „Nein“ des Reutlinger Bürgerentscheids über das Kultur- und Kongresszentrum im selben Jahr bestanden erstmals seit Jahren wieder konkrete Chancen ein Kulturzentrums mit einem weiten und alltagsnahen Kulturbegriff. Das gemeinsam konzipierte Musik-Theater-Kleinkunst-Festival unter dem Titel „Schad’ Nix“ wurde zu Jahresbeginn 2003 zum überregional wahrgenommenen Startschuss der Kampagne. Nach Jahren der Überzeugungsarbeit in Öffentlichkeit und Gremien wurde ein Soziokulturelles Zentrum im Foyer U3 (KU3) im Jahr 2006 innerhalb der Reutlinger Kulturkonzeption beschlossen und mit Priorität auf den Weg gebracht. Die Kulturkonzeption empfahl im Ergebnis – nach einer Befragung aller Reutlinger Kulturinstitutionen und -initiativen – neben dem Bau einer neuen, allerdings schlankeren und besser konzipierten Stadthalle und eines Theaterzentrums den Ausbau des Foyer U3 zum Soziokulturellen Zentrum als zentrales kulturpolitisches Projekt. Im Zuge der konkreten Planungen ist aus dem Namen „KU3“ nach eingehender Prüfung von über 70 Namensvorschlägen schließlich „franz.K – Kulturzentrum im alten französischen Kino“ geworden und öffnete dann schlussendlich seine Türen am 22.12.2008.

 

Sprungmarke - bitte nicht löschen