• Sonntag 13.12.
    20:00 Uhr

  • Kassenöffnung: 19:30 Uhr
  • Ort: Saal
  • Genre: Independent
  • Vorverkauf: 13,80 €
    Abendkasse: 15,00 €
    ermäßigt: 12,00 €
  • Sonntag 13.12.
    20:00 Uhr

  • Kassenöffnung: 19:30 Uhr
  • Ort: Saal
  • Genre: Independent
  • Vorverkauf: 13,80 €
    Abendkasse: 15,00 €
    ermäßigt: 12,00 €

Garda

Im Bandnamen „Garda“ spiegelt sich die Sehnsucht. Nach Weite und Ferne, nach Vergangenheit und Reise. Garda ist die Provinz und eben diese lassen die MusikerInnen von Garda hinter sich, ohne sie je komplett zu verlieren. Für eine Band aus der Provinz ist die Musik von Garda in der Vergangenheit ziemlich weit gereist. Mit „Die, Technique, Die“ (2008) und „A Heart Of A Pro“ (2012) spielten sie zahllose Konzerte quer durch Europa sowie eine Tour in Japan. 2018 erschien ihr letztes und aktuelles Album „Odds,“ ein modernes, schwer kategorisierbares Machwerk zeitgemäßer Independent-Musik.

Reise bedeutet Bewegung und Bewegung bedeutet Veränderung und (Neu-) Anfang – und diese Veränderung ist das große Thema ihrer letzten Veröffentlichung „Odds“ (2018). Veränderungen in all seinen guten und schlechten Momenten.

Diese Veränderung ist nicht nur in der tatsächlichen Bewegung der Band (-mitglieder) sichtbar, die sich aus ihrer heimatlichen Provinz in die Metropolen begeben haben, sondern auch in ihrer Musik: Gardas Musik lässt sich nur schwer durch gängige Kategorien einfangen. Independent, Folk, Singer/Songwriter sind die ersten Assoziationen, jedoch nur so lange bis die Wurzeln der Musiker, die im (Post-) Hardcore liegen, eben dies Kategorien durchschneiden.

Für Garda ist dieser Drang nach Veränderungen oftmals verknüpft mit der eigenen Heimat, der sächsischen Provinz. Die sechsköpfige Band, aufgewachsen in der Erzgebirgsregion um Chemnitz und mittlerweile in den drei sächsischen Metropolen beheimatet, variiert in ihren Besetzungen vom ursprünglichen Duo aus Sänger und Songwriter Kai Lehmann und Schlagzeuger Ronny Wunderwald bis hin zu einem 11-köpfigen Ensemble mit Streichquartett, Blechbläsern (auf ihren Alben, traditionell eingespielt von der Volksmusikkapelle ‚Oederaner Blasmusikanten’), Pedal Steel Guitar, Bassklarinette und Vibraphon. Ihre Musik emanzipiert sich mittlerweile von dem früheren Folk-Zusammenhang, erhebt und verdichtet sich zu komplexen Gebilden, eng gewoben und majestätisch.

„Odds“ ist nicht nur textlich und musikalisch vielschichtig, sondern auch in Hinblick auf seine Einflüsse. Auch wenn sich Garda mittlerweile von früheren Folk-Zusammenhängen immer mehr emanzipiert, ist noch immer spürbar, dass ein Teil der Band neben Garda in der experimentellen Folkband The Gentle Lurch spielt. Gleichzeitig lebt das Album von eingängigen Pop-Momenten, genauso wie von einer schroffen, rohen Kraft, die sich vor allem live ausdrückt und frühere Emo- und Posthardcore-Bezüge der Band erahnen lässt. Der andere Teil von Garda spielte ursprünglich in der Hardcore-Band Claim. Gerade diese einzigartige Vielschichtigkeit macht Garda zu einer jener
seltenen deutschen Indierock-Bands, für die man eigentlich schon seit dem Vorgängeralbum »A Heart of a Pro« (2012) nur noch international passende Referenzen findet, die es immer wieder schafft, nicht an einer Stelle zu verweilen, sondern – so soll es schließlich idealerweise sein – auch die Grenzen ihrer Kunstform ein Stück weit zu verschieben.

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